Kundenbrief // Juni 2009
Weyher im Juni 2009
Liebe Kunden,
kennen Sie sich mit der Monarchie in der Pfalz aus?
Diese Frage ist natürlich nicht ganz ernst gemeint, hat aber doch einen realistischen Kern. Seit den 30iger Jahren, einer schwierigen Zeit für den Weinbau, gibt es in der Pfalz Weinprinzessinnen und Weinköniginnen, die seither für einzelne Orte oder auch Regionen und deren Weine Werbung machen.
Damals war es vor allem wichtig im Dirndl und mit einem gut gefüllten Glas in die Runde zu lächeln und sonst artig zu schweigen, was diese Tradition in den letzten 20 Jahren fast zum Erliegen gebracht hätte, denn Lächeln und Schweigen entsprach nicht mehr dem weiblichen Selbstverständnis. Inzwischen blüht diese charmante Art der Weinwerbung wieder auf, die jungen Frauen sind Weinbotschafterinnen mit Fachwissen und Esprit und das Amt einer Weinprinzessin ist aufregend und attraktiv!
Dass die neue Weyherer Weinprinzessin aus unserem Weingut stammt, freut uns sehr und wir stellen Ihnen voller Stolz „unsere“ Hermina I. vor, 18 Jahre alt und voll Spannung auf die vor ihr liegenden zwei Jahre! In Form von zwei Krönungsweinen können auch Sie an unserer Freude teilhaben (sozusagen kosten!), einem 2008er Riesling Kabinett halbtrocken, Nr. 17a mit natürlicher Restsüße, sehr frisch und jung, sowie einer 2007er Riesling Spätlese trocken, Nr. 16c, etwas reifer und ruhiger, beide aus unserer besten Schieferhanglage Burrweilerer Altenforst.
Im November haben wir Ihnen den 2008er Jahrgang als frisch und fruchtig beschrieben, jetzt sind die Weißweine abgefüllt und locken mit ihren klaren Fruchtaromen und einer jahrgangstypisch edlen mineralischen Säure sehr spritzig zum Soforttrinken, bieten sich aber auch mit einem optimalen Reifepotential für die Lagerung an. Von der belebenden Säure dieses Jahrgangs profitieren besonders die bukettreichen Aromasorten wie Morio Muskat Nr. 13, Scheurebe Nr. 22 und Gewürztraminer Nr. 26b, die ihre eigenwilligen Charaktere wunderbar leicht und elegant präsentieren und die wir Ihnen wirklich empfehlen können!
Passend zum Sommer ist unser Thema für “WeinWissen“ diesmal Folge 2, „Weißherbst“. Das deutsche Weingesetz schreibt vor, dass Weißherbst immer ein sortenreiner Qualitätswein sein muss, bei uns in der Pfalz sind dafür ausschließlich die Rotweinsorten Portugieser und Spätburgunder zugelassen. Seinen zarten Rosaton erhält der Weißherbst durch die behutsame Pressung der roten Trauben direkt nach der Lese, so dass wenig Farb- und Gerbstoffe in den Most gelangen. Der Weißherbst ähnelt also in Herstellung und Geschmack den Weißweinen.
Nicht verwechseln darf man ihn mit Roséweinen, die international aus verschiedenen Traubensorten gemischt werden dürfen, in der EU seit dem neuen Weingesetz sogar aus Rot- und Weißweinen! Außerdem darf sich schon ein einfacher Tafelwein Rosé nennen.
Die Bezeichnung Weißherbst garantiert also ein Spitzenprodukt deutscher Herkunft und steht für einen erfrischenden Durstlöscher bei sommerlichen Temperaturen! Dazu passend wünschen wir Ihnen einen schönen und erholsamen Sommer, laden Sie zum Stöbern in unserer neuen Weinpreisliste Nr. 07 ein und freuen uns wie immer auf Ihre Bestellungen!
Herzliche und hoheitliche Grüße senden
Gregor und Johanna Lutz
mit Weinprinzessin Hermina I.







